Verfahren der Leckortung

Kamerainspektion von Abwasserleitungen und Kanal

Eine wasserdichte Kamera wird am Ende eines Schubkabels in das Abwassernetz geschoben und filmt das Innere der Leitungen. Man sieht direkt den Zustand des Rohrs: Risse, verschobene Muffen, Wurzeln, Verformungen, Ablagerungen, Gegengefälle. Die abgerollte Kabellänge zeigt, wie weit der Schaden vom Zugangspunkt entfernt ist.

Bildschirm einer Kanalkamera mit einem Riss im Rohr, Kabel in einen Schacht hinabgelassen

So funktioniert es

Die Kamera wird über einen Schacht, einen Deckel oder ein Reinigungsstück eingeführt und schrittweise in die Leitung geschoben. Das Bild erscheint live auf einem Bildschirm, und der Kabelzähler zeigt, in welcher Entfernung vom Einstiegspunkt jeder Schaden liegt. So weiß man, welcher Abschnitt betroffen ist und wo geöffnet werden muss, statt die ganze Leitung freizulegen.

Anders als Fluoreszein oder Rauch, die zeigen, dass ein Mangel besteht, zeigt die Kamera seine Art: Riss, verschobene Muffe oder Wurzel verlangen nicht dieselbe Reparatur.

Wann sie zum Einsatz kommt

Grenzen

Es braucht einen Zugang: Schacht, Deckel, Reinigungsstück. Kleine Durchmesser und enge Bögen begrenzen das Vorankommen, und eine verstopfte Leitung muss zuerst gereinigt werden.

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